RAUM+PERSPEKTIVE

Bildende Kunst

SG1 Schmale Gasse 1, Duisburg

OSTER+KOEZLE
Fotografien
Platzhirsch-Öffnungszeiten im SG1!

Oster+Koezle zeigen frühe Werke, in denen teils brachial, teils sehr subtil Räume mit Farbflächen in der Tradition konkreter Malerei gestört werden bis hin zu den die Wahrnehmungsgewohnheiten stark herausfordernden Arbeiten der 'perspectives' Serie, bei der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

Seit über 17 Jahren arbeiten Willy Oster (Kleve) und SG Koezle (Velbert) in dem Projekt OSTER+KOEZLE zusammen. Aus der fotografischen Dokumentation installativer Arbeiten Willy Osters in verlassenen bzw. abzureißenden Räumen entstanden eigenständige Werke, die die Grundlage für eine weitere Bearbeitung auf digitaler Basis bildeten. 1999 wurden so die ersten zwei Arbeiten auf 'DIE GROSSE KUNSTAUSSTELLUNG NRW, Düsseldorf' gezeigt.

Im Laufe der Zeit hat sich die Arbeitsweise etwas geändert. OSTER+KOEZLE suchen gemeinsam nach geeigneten Orten, um dort Aufnahmen zu machen ohne (wie zu Beginn) malerisch oder skulptural in die Räume eingegriffen zu haben. Analoges Bildmaterial wird gescannt und digital bearbeitet, digitales Grundmaterial entsteht mit hochauflösenden Mittelformat- und Vollformatkameras. Veröffentlicht wird nur, was im Ergebnis gemeinsamen Konsens findet.

Entstehen unterschiedliche, aber gleichwertige Varianten die zusammen passen, werden sie z.B. als Diptychen verwirklicht.

Die Eingriffe in Raum und Bild bei OSTER+KOEZLE's Arbeiten sind teils brachial, teils so subtil, dass man sie erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennt. Dabei hat oft auch das Spiel mit der Perspektive seine Freude am Rhythmus von Formen, Farben und Linien. In aller Regel enthalten die Bilder ein Geheimnis, das irritiert, neugierig macht und die Phantasie des Betrachters anregt.

Dennoch: Seit Beginn 1999 ist definitiv in keinem Bild etwas gemalt, auch wenn manches malerisch aussieht. Gerahmte FineArt Prints sind das Ergebnis der Kollaboration, vornehmlich in kleinen Auflagen und größeren Formaten.
Die Arbeiten aus der Werkreihe  'a r c h i t e c t u r e s'  (beginnend Mitte 2014 mit #123) kehren im Gegensatz zu ihren Vorgängern die Räume um, sezieren Teile heraus und machen so diese selbst zum Helden, ohne die grundsätzliche Arbeitsweise, mit Farbflächen etwas zu verdecken, zu verändern.

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