Harro Schulze-Boysen: Ich bin nur ein Vorläufiger...

ehem. VHS / heute Zentrum für Fortbildung der Stadt Duisburg Königstr. 47, Duisburg

Der ehemalige Steinbart-Schüler Schulze-Boysen war führender Kopf der sogenannten 'Roten Kapelle', eine der außerordentlichsten Widerstandsgruppen gegen den Hitler-Faschismus und 2. Weltkrieg. Eine Veranstaltungsreihe im Dezember/ Januar 2019 erinnert an ihn, weil es wieder Zeit ist sich dem völkischen, rassistischen Gebräu auf den Straßen und in den Stadtteilen Duisburgs auch mit kulturellen Mitteln entgegenzustellen. Den Anfängen wehren? Sie liegen leider schon hinter uns...

Zu folgenden Stationen der Veranstaltungsreihe seid Ihr eingeladen:

22. Dezember 2018 18.30 - 19.15 Uhr : Gedenken an Harro Schulze-Boysen an den Stolpersteinen vor dem Elternhaus in der Karl-Lehr-Str. 9. : * Lesung und Rezitation mit Petra Anders * Musikalischer Beitrag von Friedhelm Pottel (git) und Frank Birdy Steppuhn (Drums) * Rede von Eckart Pressler zur Aktualität des Gedenkens.

15. Januar 2019 18.00 Uhr, Filmforum am Dellplatz "Die guten Feinde - Mein Vater, die Rote Kapelle und ich" ein Film von Christian Weisenborn, 90 Min. D, 2017 . Der Sohn des Schriftstellers Günther Weisenborn - Mitglied der Roten Kapelle, der in der Nachkriegszeit für die Rehabilitierung der Widerstandsgruppe kämpfte und daran zerbrach, erzählt in einem beeindruckenden Dokumentarfilm die Geschichte des Berliner Kreises um Schulze-Boysen und Arvid Harnack. In einem staatsterroristischen Prozess wurden 1942/43 über 50 Widerständler zum Tode verurteilt und in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee ermordet. Der Film-Autor und Regisseur ist anwesend und im historischen Filmgespräch mit Dr. Andreas Pilger

30. Januar 2019, 18.30 Uhr im Saal der ehem. Volkshochschule, Königstr. 47: Veranstaltung "Harro Schulze-Boysen: Ich bin nur ein Vorläufiger..." Harros Nichte Eva Schulze-Boysen und der Historiker Dr. Hans Coppi, Mitarbeiter der Berliner Gedenkstätte Deutscher Widerstand berichten über den antifaschistischen Freundeskreis, der 1942 von der Gestapo zerschlagen wurde und der in der Nachkriegszeit des Kalten Kriegs vom Westen wie vom Osten für seine jeweiligen Zwecke propagandistisch verzerrt und mißbraucht wurde. Erst 2009 rehabilitiierte der Deutsche Bundestag diese größte Widerstandsgruppe, die nun in der Gedenkstätte und in Plötzensee einen ehrenvollen Platz erhielt. Duisburg - die Stadt, in der Harro Schulze-Boysen als Jugendlicher seine Prägung erhielt, ist eine solche Ehrung bis heute noch nicht in gebührender Weise gelungen.

>>>>  Ein Projekt von pressler-events in Zusammenarbeit mit dem Steinbart- und Landfermann-Gymnasium sowie dem Filmforum Duisburg, gefördert von "NRWeltoffen: Lokale Handlungskonzepte gegen Rechtsextremismus und Rassismus".