Yasar Ates
Yaşar Ateş lebt seit 1971 im Ruhrgebiet. Der gebürtige Mesopotamier kam im Alter von 17 Jahren nach Deutschland. Nach seiner Bergbaulehre auf dem Bergwerk Lohberg studierte er Architektur an der Fachhochschule Dortmund und schloss sein Studium 1983 ab.
Seine musikalische Laufbahn begann bereits im Alter von zehn Jahren. Er spielt die traditionelle mesopotamische Bambusflöte Ney, die Oud sowie die Kniegeige Kamanche. Sein musikalischer Schwerpunkt liegt auf dem Taksim, der freien Improvisation in den klassischen Modi (Maqam) des mesopotamischen Kulturraums. Seine Musik ist geprägt von den jahrtausendealten Traditionen Mesopotamiens, in denen sich Einflüsse der nestorianischen Kirchenmusik, der Sufi-Mystik und der Volksmusik Anatoliens verbinden.
Zu seinen musikalischen Stationen gehören unter anderem:
- 1982: Worte mit Renan Demirkan, Schauspielhaus Dortmund
- 1992: Konzert „Künstler in Aktion –Gegen Rassismus und Neonazis“ mit Renan Demirkan, Köln
- 2003: Ensemble Ozan Çağdaş – Musiques et Chants d’Anatolie, Festival Sur les Traces d’Abraham, Elsass
- 2008: Yaşar Ateş & Friends – Weiße Nächte, Theater an der Ruhr
- Seit 2016: zahlreiche Konzerte im Internationalen Zentrum (IZ) Duisburg sowie weitere interkulturelle Musikprojekte.
Seit 2013 gehört Yaşar Ateş dem Vorstand der Kultur Akademie e. V. Duisburg an und ist deren Vorsitzender. Mit seiner Arbeit setzt er sich für den interkulturellen Dialog sowie für den Erhalt und die Vermittlung der traditionellen Musik Mesopotamiens ein. Seine Konzerte verbinden musikalische Improvisation mit kultureller Verständigung und schlagen Brücken zwischen Orient und Okzident.


