Rutsch Bettina

Bettina Rutsch - Tanz Literatur Theater

In ihren Stücken seit 1994 geht es der Duisburger Tänzerin und Literaturwissenschaftlerin Bettina Rutsch darum, Tanz und gesprochene Literatur als gleichberechtigte Medien miteinander zu verknüpfen und in vielfältiger Weise mit weiteren Disziplinen zusammenzubringen. Dabei arbeitet sie immer wieder mit neuen ProjektpartnerInnen aus anderen Kunst- und Wissenschaftssparten zusammen, denen sie richtungsweisende kreative Impulse verdankt.

Ein sozusagen „barockes“, enzyklopädisches Interesse charakterisiert Bettina Rutschs Herangehensweise an jede ihrer künstlerischen Produktionen, die gleichermaßen Sinne und Intellekt ihrer Zuschauer ansprechen.

Premiere:

Der fliegende Holländer
OPERA e MOTION II
nach Heinrich Heine und Richard Wagner

Bettina Rutsch: Inszenierung/Choreographie/Darstellung
Ruthilde Holzenkamp: Akkordeon
Anna Termöhlen: Kostümdesign
Dominyk Salenga: Lichtdesign
Pascal Haak: Tontechnik
Markus Langhanke: Foto Flyer und Plakat
Axel Bäcker: Gestaltung Flyer und Plakat

Freitag, 1. Oktober 2021 (Premiere), 19.30 Uhr
Samstag, 2. Oktober 2021, 19.30 Uhr

Ophardt Auditorium
Ophardt Maritim
Hafenstraße 69
47119 Duisburg-Ruhrort

Karten an der Abendkasse
Reservierung unter 0203/35 47 36
oder info@bettinarutsch.de
Eintritt: 15 €/10 € ermäßigt

Gefördert durch den Kulturbeirat der Stadt Duisburg

Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen


Der fliegende Holländer ist nach Don Juan die zweite Inszenierung der Reihe OPERA e MOTION: Große Oper auf kleinem Raum erzählt und ertanzt.
Aus Heinrich Heines ironisch-melancholischer Reiseerzählung macht Richard Wagner leidenschaftliches Musikdrama. Die unsterbliche Sehnsucht nach Erlösung – im Leben, im Tod, in der Liebe, im Traum, im Theater?

 

Rückschau Premiere 2020:

Don Juan
OPERA e MOTION 
nach einer Erzählung von E. T. A. Hoffmann

Bettina Rutsch: Inszenierung/Choreographie/Darstellung
Anna Termöhlen: Kostümdesign
Pascal Haak: Licht- und Tontechnik

Premiere am 26. Oktober 2020 
Kantine im Theater Duisburg

"Don Juan" ist das erste Projekt eines neuen Inszenierungsformats von Bettina Rutsch."OPERA e MOTION" erzählt und ertanzt große Opern auf kleinem Raum.
In einer Novelle von E. T. A. Hoffmann wird Mozarts Musikdrama "Don Giovanni" zum Fantasiestück zwischen Traum, Wahn und Wirklichkeit. Ein Spiel mit Masken und Geschlechterrollen – magisch, ironisch, literarisch, tänzerisch.

 

„Ein Erlebnis“: So sehr wie dieser Ausdruck von der Werbeindustrie durch den Fleischwolf gedreht wurde, so sehr passt er in seinem ursprünglichen Sinne auf diesen „Don Juan“. … Die Theaterkantine bebt vor lauter Kunst.

Natürlich blitzen immer wieder Themen der Originalerzählung durch den schauspielerisch-tänzerischen Schleier. Die Werktreue, gerade Walter Benjamins „Aura“-Begriff, ist elementarer Bestandteil, aber es ist das audiovisuelle Erlebnis, das den Besucher fesselt. Erzählung, Tanz, Mozart-Medley aus den Boxen: Mit zusammengefügten Orchesterschnipseln wird Oper zum Popevent im besten Sinne. Vielleicht meinte Leonard Bernstein das, als er sagte: „Mozart stays fresh.“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 28.10.2020

Aus diesem Konvolut baut sie sich geschickt ihren Erzähltext, kreiert einfallsreich eine dazu passende Choreografie und fügt alles gut durchdacht zu einer äußerst geschlossenen Inszenierung zusammen. … Schauspielerisch, tänzerisch und musikalisch in Szene gesetzt, präsentiert sich Bettina Rutsch als wahre Verwandlungskünstlerin.

Rheinische Post, 29.10.2020

_____________

Weitere Informationen, Fotos, Presse zu Projekten von Bettina Rutsch:

www.bettinarutsch.de

 

Vita

Bettina Rutsch, geboren 1967 in Duisburg, ließ sich ab ihrem vierzehnten Lebensjahr in verschiedenen Tanztechniken ausbilden (u. a. Ballett, Modern, Contemporary, Jazz, Butoh) und vertiefte seitdem fortlaufend ihre tanztechnischen Kenntnisse in internationalen Kursen, Workshops und Projekten.

Sie studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Duisburg mit Magisterabschluss und promovierte 1998 über die „Leiblichkeit der Sprache - Sprachlichkeit des Leibes“ bei Hugo von Hofmannsthal. Weitere Veröffentlichungen von ihr befassen sich ebenfalls mit dem Themenfeld Körper/Sprache/ Identität.

Von 1989-1993 war sie Dramaturgin und Tänzerin beim Duisburger Tanztheater Ulla Weltike. Seit 1994 entwickelt sie, oft solistisch oder zusammen mit KünstlerInnen anderer Sparten und an ungewöhnlichen Spielorten, zahlreiche Produktionen im Bereich Tanz Literatur Theater. Mit ihren Stücken gastierte sie z. B. in Island und der Schweiz und wurde zu internationalen Tanzfestivals und Choreographiewettbewerben eingeladen, so etwa zum Festival TanzArt ostwest am Stadttheater Gießen und in die Endrunde des Wettbewerbs „Das beste Tanzsolo“ der euro-scene Leipzig.

Als Tänzerin arbeitete sie beispielsweise mit Royston Maldoom und Stephan Koplowitz. Außerdem ist sie seit 1993 als Tanz-Theater-Dozentin tätig, u. a. seit 2008 mit einem Lehrauftrag für Künstlerische Bildung/Tanz im Fachbereich Soziale Arbeit der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum.

Eine weitere Facette ihrer Tätigkeit bilden literarische Lesungen und Vorträge, wie z. B. 2011 zum Thema „Tanzraum Kirche“ im Kapitelsaal der Abtei Fischbeck, Hessisch Oldendorf.